Franz Schubert (1797-1828)

 

Winterreise op. 89

 

Tobias Berndt, Bariton

Alexander Fleischer, Klavier

 

 

1827, ein Jahr vor seinem Tod komponiert, gilt Franz Schuberts Liedzyklus als Gipfelpunkt der Lied-Literatur. Die Vertonung der Gedichte Wilhelm Müllers (1794-1827) berührt den Hörer vom ersten bis zum letzten Ton und ist in ihrer Geschlossenheit und Intensität nahezu unerreicht. Schubert als „letzten“ Klassiker nach Haydn, Mozart und Beethoven gelang damit ein Werk von großer formaler Strenge und gleichzeitig größter Expressivität. Die wechselnden Emotionen der anfänglichen Lieder von überschwänglicher Begeisterung zu größter Hoffnungslosigkeit münden gegen Ende der Lieder in anhaltender Trostlosigkeit, die den Hörer unaufhaltsam mitnimmt auf „seine“ ganz persönliche Reise in sein Inneres.